Belastungskurven

info Informationen
  • Mit Hilfe von Belastungskurven wird die Belastungsverteilung über die Vorgangsdauer gesteuert
  • PLANTA unterscheidet
    • "echte" Belastungskurven, die eine prozentuale Belastungsverteilung bewirken.
    • "pseudo" Belastungskurven, deren Einsatz eine andere Berechnungsmethodik bewirkt.
  • Belastungskurven können im Modul Belastungskurven eingesehen und im Modul Terminplan Ressourcen zugeordnet werden.
    • Die Vorgangsdauer ist dominant, die Belastungen werden berechnet.
  • Beispiele und Anwendungsfälle zu Belastungskurven finden Sie hier...

"Echte" Belastungskurven

Belastungskurve E (Belastung am Ende)

info Informationen

  • Bei Verwendung der Belastungskurve E erfolgt die Belastung am Vorgangsende.
  • Pro 20 Tage Vorgangsdauer wird ein Belastungsdatensatz angelegt.
application Beispiel
  • Ressource R1 wird auf Vorgang A mit einer Dauer von 10 Tagen und einem Aufwand von 100 h eingeplant.
    • Die Terminrechnung legt am Ende des Vorgangs einen Belastungsdatensatz mit 100 h an.
  • Ressource R1 wird auf Vorgang B mit einer Dauer von 21 Tagen und ebenfalls einem Aufwand von 100 h eingeplant.
    • Die Terminrechnung legt am Ende des Vorgangs zwei Belastungsdatensätze an:
      • Belastungsdatensatz 1: 4,76 h
      • Belastungsdatensatz 2: 95,24h

note Berechnungsverfahren

  • Die echten Belastungskurven arbeiten mit einem Zeitintervall mit Schritten im Abstand von 5%. Somit wird im Beispiel der E-Kurve für alle 20 Tage Vorgangsdauer ein Datensatz angelegt.
    • Dauer-Rest = 21 Tage / 20 = 1,05 Tage
    • 1,05 > 1 ---> Es werden 2 Belastungssätze angelegt.
    • Die Belastung wird entsprechend der Zeitintervallschritte verteilt. Deshalb hat die Belastung bei Vorgang B bei 21 Tagen Vorgangsdauer eine Belastung von 4.76 (=100 / 21) Stunden und die zweite Belastung 95,24 Stunden.

"Pseudo" Belastungskurven

info Informationen

Ab S 39.5.22

  • "Pseudo" Belastungskurven (z.B. CAP, MAN, BLD) liegt eine programmierte Berechnungsmethodik zugrunde.
    • CAP: Belastung pro Periode nach verfügbarer Kapazität. Der Aufwand der zugeordneten Ressource ist dominant. Bei puffer- und kapazitätstreuer Planung wird die noch verfügbare Kapazität der Periode eingeplant. Die Dauer wird berechnet.
    • BLD: Basic-Load. Wird zusammen mit dem Parameter Max. Belastung/Tag für die Planung von Grundlastprojekten verwendet. Ohne Max. Belastung/Tag wirkt es wie eine lineare Belastungskurve.
    • MAN: Belastung pro Periode manuell
    • NEU PM_DAY, PM_MONTH, PM_WEEK, PM_QUART, PM_YEAR: Manuelle persistente Belastung pro Zeitraster. Eine detaillierte Beschreibung siehe hier.

Bis S 39.5.22

  • "Pseudo" Belastungskurven (z.B. CAP, MAN, BLD) liegt eine programmierte Berechnungsmethodik zugrunde.
    • CAP: Belastung pro Periode nach verfügbarer Kapazität. Der Aufwand der zugeordneten Ressource ist dominant. Bei puffer- und kapazitätstreuer Planung wird die noch verfügbare Kapazität der Periode eingeplant. Die Dauer wird berechnet.
    • BLD: Basic-Load. Wird zusammen mit dem Parameter Max. Belastung/Tag für die Planung von Grundlastprojekten verwendet. Ohne Max. Belastung/Tag wirkt es wie eine lineare Belastungskurve.
    • MAN: Belastung pro Periode manuell

Belastungskurve CAP

info Informationen zur Belastungskurve CAP finden Sie hier...

Belastungskurve MAN

info Informationen zur Belastungskurve MAN finden Sie hier...

Belastungskurve BLD (Basic Load)

info Informationen zur Belastungskurve BLD finden Sie hier...

Lineare Belastungskurve

info Informationen application Beispiel
  • Dauer-Rest 10 Tage
  • Aufwand-Rest 100 Stunden
  • Somit Einlastung 100/10=10 Stunden pro Tag

Belastungskurven WEEK, MONTH , QUARTER, YEAR

info Informationen

  • Bei Verwenden der Belastungskurve WEEK, MONTH, QUARTER bzw. YEAR wird pro Woche, Monat, Quartal bzw. Jahr wird nur ein Belastungsdatensatz angelegt.
  • Ziel der Verwendung dieser Belastungskurven ist eine Beschleunigung von Langfrist-Auswertungen (z. B. Auslastungsdiagramme) durch Reduzierung der Belastungssätze

note Details

  • Die Belastungsdatensätze werden verdichtet auf:
    • WEEK: Belastung nur an jedem Mittwoch der Woche
    • MONTH: Belastung nur an jedem 15. des Monats
    • QUARTER : Belastung nur an jedem 15. des Mittelmonats
    • YEAR: Belastung nur am 15.Juli eines Jahres
  • Festlegung der Grenzwerte für Verdichtungsanfang bzw. –ende:
    • WEEK: Montag bis Sonntag
    • MONTH (Belastung nur an jedem 15. des Monats)
    • QUARTER: 1.1. bis 31.3., 1.4. bis 31.6. usw.
    • YEAR: 1.1. bis 31.12.
  • Das Datum des ersten geplanten Belastungsdatensatzes stimmt mit dem Kalk. Anfang überein.
  • Das Datum des letzten geplanten Belastungsdatensatzes stimmt mit dem Kalk. Ende überein.
info Verhalten der Terminrechnung
  • Einlastung
  • Die Berechnung der Belastungssätze erfolgt tagesgenau.
  • Vor dem Speichern werden die Belastungssätze auf die o.g. Zeitpunkte verdichtet:
  • Entlastung
  • Expandieren der verdichteten Belastungssätze tagesgenau
  • Auslasten
application Beispiel
  • Ein Vorgang mit einer Dauer von 9 Tagen und einer Ressourcenzuordnung mit Belastungskurve WEEK beginnt an einem Donnerstag und endet nach einer Woche an einem Dienstag.
  • Der 1. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Do.-Fr. und hat als Datum den VGR Kalk. Anfang (=Donnerstag der ersten Woche).
  • Der 2. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Mo.-Fr. und hat als Datum den Mittwoch der zweiten Woche.
  • Der 3. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Mo.-Di. und hat als Datum den VGR Kalk. Ende (=Dienstag der dritten Woche).
  • Somit haben sich die Belastungssätze von 9 auf 3 reduziert.
warning Hinweise
  • Durch die Summenbildung bzw. das Expandieren können Ungenauigkeiten der verdichteten Werte auftreten. Eine zyklische Neuplanung wird empfohlen.
  • Das Raster der Auswertungen (z.B. Auslastungsdiagramm) sollte gleich oder größer dem Verdichtungsraster sein; z.B. würden bei einer tagesgenauen Darstellung bei Verdichtung auf Jahresraster alle Belastungen am 15.7. auftreten.

Manuelle Belastungskurven mit Zeitraster (PM_*) Neu ab S 39.5.22

info Neue Belastungskurven für die manuelle Verteilung des Aufwands in Zeitintervallen

  • PM_DAY
  • PM_MONTH
  • PM_WEEK
  • PM_QUART
  • PM_YEAR

info Wirkung

  • Bei Verwendung der PM_Raster-Belastungskurven besteht die Möglichkeit, zwischen zwei Vorgehensweisen zu wählen:
    • Vorgehensweise 1
      • Man vergibt den Aufwand und die Wunschtermine (stop Achtung: keine Dauer-Rest, mehr hierzu siehe weiter unten) auf der Ressourcenzuordnung. Die Terminrechnung verteilt diesen Aufwand automatisch, aber nur initial wie mit der entsprechenden Raster-Kurve (PM_WEEK mit WEEK, PM_MONTH mit MONTH, PM_QUART mit QUARTER und PM_YEAR mit YEAR). Danach können Belastungsdaten manuell bearbeitet werden, die Belastungsdatensätze bleiben bei jeder weiteren Rechnung unverändert. Es wird lediglich die Rest-Belastung neu berechnet (z. B. Ist-Aufwand wird vom Rest-Aufwand subtrahiert im Gegensatz zu Belastungskurve MAN) und auf die Ressourcenzuordnungen verdichtet.
      • Diese Vorgehensweise kann z. B. als Eingabeunterstützung verwendet werden.
    • Vorgehensweise 2
      • Man legt initial Belastungsdatensätze manuell entsprechend dem gewählten Intervall an. Bei dieser Vorgehensweise werden die manuell angelegten Datensätze bereits ab der ersten Rechnung von der Terminrechnung nicht verändert. Die Daten werden lediglich nach oben hochverdichtet. Bei jeder weiteren Rechnung wird wie in Vorgehensweise 1 gerechnet.
      • Diese Vorgehensweise wird bei Verwendung von PM_Raster-Belastungskurven empfohlen.

warning Hinweise

  • Ein Vorgang, der eine Ressourcenzuordnung mit PM_Raster-Belastungskurve besitzt, bekommt automatisch

stop Achtung
  • Um die korrekte Funktionsweise der PM_Raster-Belastungskurven zu gewährleisten, sollten in beiden oben genannten Fällen Wunschtermine und keine Dauer-Rest verwendet werden. Begründung:
    • Sind Wunschtermine definiert
      • bestimmen sie die Dauer des Vorgangs und
      • die Terminierung der Rand-Belastungsdatensätze.
    • Sind Wunschtermine nicht gesetzt, sondern die Dauer-Rest, muss für die Berechnung der Rand-Plan-Belastungsdatensätze die Terminrechnung zweimal durchgeführt werden.
      • Beim ersten Lauf wird von "oben nach unten" gerechnet, um Belastungsdatensätze zu erzeugen.
      • Beim zweiten Lauf wird "von unten nach oben" gerechnet, um die Belastungsdatensätze richtig zu terminieren. D. h., erst beim zweiten Lauf werden die endgültigen Termine erzeugt. Dabei wird der Start-Datensatz vom Ende des ersten Raster-Intervalls nach links gerechnet und der End-Datensatz vom Anfang des letzten Raster-Intervalls nach rechts gerechnet, um die Dauer so gering wie möglich zu halten, was dazu führen kann, dass die zuvor vorgegebene Dauer verändert wird.
rasterbelastungskurven.PNG

Besonderheiten der PM_Raster-Belastungskurven

note Details

  • Die Rand-Plan-Belastungsdatensätze werden mit den kalkulierten Terminen datiert. Die Datensätze dazwischen werden
    • für PM_DAY auf jeder Arbeitsperiode erzeugt
    • für PM_MONTH auf dem 15. jeden Monats erzeugt
    • für PM_WEEK auf dem Mittwoch jeder Woche erzeugt
    • für PM_QUART auf dem 15. des mittleren Quartalmonats erzeugt
    • für PM_YEAR auf dem 15.07. jeden Jahres erzeugt
      • Dabei ist zu beachten, dass der 15. von der Terminrechnung nicht als reelles Datum behandelt wird, sondern lediglich als Markierung eines Intervalls. D. h., fällt der 15. auf einen Nicht-Arbeitstag, wird an dem Tag dennoch eingelastet.
  • Es existiert nur ein Rest-Datensatz (Plan-Datensatz) pro Intervall.
    • Wird ein weiterer Datensatz im gleichen Intervall angelegt, wird dieser mit dem zuerst erzeugten Datensatz zusammengefasst, d. h., die Belastung wird zu der des ersten Datensatzes dazuaddiert.
  • Die Ist-Datensätze werden unabhängig vom gewählten Raster entsprechend Rückmeldungen tageweise angelegt.
  • Manuelle Belastungskurven mit Raster erlauben es, die Einplanung einer Ressource in einem Vorgang zu unterbrechen. Siehe den Screenshot unten.
PM_Month.PNG

note Details zu Stunden-Rückmeldungen

  • Wird in einem Intervall der gesamte geplante Aufwand als Ist zurückgemeldet, wird der Rest-Aufwand auf 0 gesetzt, der entsprechende Rest-Datensatz (Plan-Datensatz) bleibt jedoch weiterhin bestehen.
  • Werden in einem Intervall mehr Stunden zurückgemeldet als geplant, wird der Rest-Aufwand ebenfalls auf 0 gesetzt, der Gesamt-Aufwand erhöht sich jedoch, da die Stunden nicht vom geplanten Aufwand in anderen Intervallen abgezogen werden.
  • Werden in einem nicht geplanten Intervall Stunden zurückmeldet, dann erhöht sich der Gesamt-Aufwand, da die Stunden nicht vom geplanten Aufwand in anderen Intervallen abgezogen werden können.

application Beispiel

  • vor der Rückmeldung
PMMONTHRM.PNG

  • nach der Rückmeldung
PMMONTHRM2.PNG

stop Achtung

  • Bei der Planung mit PM_Raster-Belastungskurven > PM_DAY sind evtl. Unterschiede in Überlasten in DT472 und DT468 zu berücksichtigen. Sind z. B. auf der Periodenebene Überlasten vorhanden, können sie bei den Wochen- oder Monatsplandaten ausgeglichen sein und aus diesem Grund nicht in DT472 ausgewiesen werden.
    • Grund: Die Belastungen werden auf Rastergranularität linearisiert, da die Speicherung nur die Gesamtaufwände etc. über den jeweiligen Zeitraum und die Anzahl betroffener Arbeitstage enthält. Überlasten werden daher auch nur auf Rastergranularität ausgewiesen. Es entsteht in einem Belastungssatz nur dann eine Überlast, wenn der Restaufwand die Verfügbarkeit im gesamten fraglichen Zeitraum übersteigt.
  • Die Funktion Aufwand verteilen ist für Ressourcen mit manuellen Belastungskurven mit Raster nicht anwendbar, weil es nicht klar ist, von welchem Intervall der Aufwand abgezogen werden soll.

Unterschiede zwischen MAN und PM_DAY

MAN PM_DAY
Pro Periode existiert nur ein Datensatz. Wird Ist-Aufwand für den Tag zurückgemeldet, wird er bei der Terminrechnung übernommen und der Datensatz mit Rest wird gelöscht. Pro Periode kann es einen Plan-Datensatz und mehrere Ist-Datensätze geben. Der Plan-Datensatz bleibt immer erhalten, die Ist-Datensätze kommen hinzu.
Rückmeldungen bewirken keine Änderung der eingeplanten Stunden. Die zurückgemeldeten Stunden werden von den geplanten Stunden subtrahiert. Wird in einem festgelegten Intervall ein neuer Belastungsdatensatz hinzugefügt, erhöht sich der Aufwand-Rest entsprechend automatisch.
Planstunden der MAN, welche vor der ersten Rückmeldung liegen, werden gelöscht und nicht auf die zukünftigen Einlastungen verteilt. Planstunden der Belastungskurve PM_DAY, welche vor der ersten Rückmeldung liegen, bleiben erhalten, werden jedoch nicht auf die zukünftigen Einlastungen verteilt.
Stundenrückmeldungen in anderer Höhe als geplant beeinflussen die weiteren Belastungsdatensätze nicht. = Stundenrückmeldungen in anderer Höhe als geplant beeinflussen die weiteren Belastungsdatensätze nicht.
Die Planstunden von Vorgangsressourcen mit der Belastungskurve MAN werden durch die Terminrechnung nicht verschoben. = Die Planstunden von Vorgangsressourcen mit der Belastungskurve PM_DAY werden durch die Terminrechnung nicht verschoben.
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pngPNG PMMONTHRM.PNG manage 40.2 K 2017-09-12 - 10:29 IrinaZieger  
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Topic revision: r35 - 2019-10-17 - 11:00:57 - IrinaZieger
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